


man bekommt seine Handlungsimpulse nicht von den eigentlichen Absichten getrennt. Solch eine Störung verhindert, dass eigene realistische Bedürfnisse erkannt und erfüllt werden. In der Lebensgestaltung wirkt sich das sehr oft so aus, dass man in realitätsferne Fantasiewelten abgleitet und sich von sich selbst entfremdet.
Besonders anschaulich kann man dieses Störungsbild daher als ein gestörtes Zusammenspiel zwischen der psychischen und organischen Ebene betrachten. Wenn diese beiden Ebenen nicht mehr stimmig miteinander reguliert werden, kommt die gesamte ADS-Symptomatik zu Vorschein.
Deshalb halte ich Selbstregulationsstörung für eine treffendere Bezeichnung dieses Störungsbildes als ADS. Die Bezeichnung SRS stellt den Steuerungsverlust des Selbst in den Vordergrund und spricht damit eine den ganzen Menschen einbeziehende Ursache für die ADS-Symptome aus. Dadurch werden auch die Folgen einer SRS nicht nur auf etwas Abstraktes wie "Aufmerksamkeit" oder einen technischen Begriff wie "Hyperaktivität" reduziert, sondern das Leben und Erleben des ganzen Menschen wird miteinbezogen.
Eine Selbstregulationsstörung unter dem Namen ADS als bloβes "Aufmerksam-
keitsdefizit" zu behandeln ist verharmlosend und versperrt den Blick auf die Ganzheit des Menschen. Daher verwende ich den Begriff Selbstregulationsstörung - SRS - als aussagekräftigere Alternative zur alten Bezeichnung.
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