Mein Menschenbild

Glatter runder Stein auf Spiegeloberfläche

Trotz wissenschaftlicher Bemühungen um Objektivität wird häufig vergessen, dass ein grundlegend subjektiver Faktor auf jede Therapie Einfluss nimmt:
Das Menschenbild des Therapeuten. (Auch ist im Bewußtsein vieler Menschen nicht verankert, dass pschotherapeutische Praxen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden (müssen!).) An ihren Menschenbildern konstruieren Therapeuten ihre Krankheitskonzepte und Behandlungsstrategien. So suchen sich die Betroffenen nicht unbedingt die beste Hilfe, sondern den Therapeuten, der das Krankheitskonzept hat, das am vertrautesten klingt und am wenigsten verstörend wirkt.

Da es also keine Hilfe ohne ein bestimmtes Menschenbild geben kann, stelle ich hier in kurzer Form mein Menschenbild vor.

Ab dem Moment, da ein Mensch das Licht der Welt erblickt, ist er bereits vollständig. Es ist nicht möglich und auch nicht angebracht, ihn durch Manipulationen irgendeiner Art noch zu verbessern. Die Autonomie der Psyche muss unangetastet bleiben. Es liegt allerdings an den sozialen Einflüssen, denen wir ausgesetzt sind und uns auch selbst aussetzen, welche Potentiale wir entfalten können. Eine Selbstregulationsstörung erschwert oder verhindert es, dass sich Menschen durch ihre eigene gezielte Wahl ein Leben schaffen, in dem sie die für ihre Interessen und Ziele notwendigen Einflüsse und notwendige Unterstützung bekommen.

Menschen sind nicht dadurch authentisch, wenn sie immer so bleiben, wie sie zu einem bestimmten Zeitpunkt waren, sondern wenn sie dem Bild, das sie von sich haben, immer näher kommen. Pfeil Weiter

Weiß ich, was du glaubst, was ich glaube, was du über mich denkst?