


Die Realität zeigt jedoch, dass dieser "Normalfall" in einer Methylphenidat-Therapie leider sehr selten vorkommt. Oft wird das Kind von seiner Umwelt stigmatisiert, beispielsweise von nicht beteiligten Erwachsenen, die einer Methylphenidat-Thera-
pie ablehnend gegenüberstehen und sich als Kinderschützer profilieren, während sie dem Kind tatsächlich schaden, indem sie ihre Ablehnung in der Gestalt des Kindes personifizieren. Andere Kinder lassen sich aus natürlicher Sensations-
gier von der verbreiteten Stimmung mitziehen und hänseln die betroffenen Kinder.
Auch gibt es viele Pädagogen, die sich nie objektiv mit dieser Problematik beschäftigt haben und die Kinder bei ihrer Medikameneinnahme nicht unterstützen können. Ich kenne Fälle, in denen sich die Lehrer und Erzieher geweigert haben, den betroffenen Kindern ihre Medikamente auszuhändigen, ohne sich dieser unterlassenen Hilfeleistung überhaupt bewusst zu sein.
Am Anfang eines SRcoachings steht auch bei Kindern das Finden der richtigen Medikamenten-Dosis. Auch wenn bereits eine längere Einnahme von Methylpheni-
dat besteht, kann nicht davon ausgegangen werden, dass zu Beginn der Therapie spontan die richtige Dosis gefunden wurde.
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