Methylphenidat-Therapie

Glatter runder Stein auf Spiegeloberfläche

Um die optimale Dosis zu finden, wird die Dosis pro Einnahme nach einem vereinbarten Zeitplan jeweils um 2,5mg erhöht. Sobald wieder verstärkt ADS-Symptome auftreten, z. B. Kontrollverlust oder Apathie, kann man von einer leichten Überdosierung ausgehen und die vorangegangene Dosis als die optimale Dosis annehmen. Generell gilt als allgemeine Regel, dass bei einer Über- oder Unter-
dosierung die vorhandene ADS-Symptomatik wieder auftritt.
Die am häufigsten vorkommende Nebenwirkung ist Appetitmangel. Bei Kindern muss dieser mit einem Essensplan ausgeglichen werden. Langzeitstudien haben gezeigt, dass betroffene Kinder durch eine Methylphenidat-Therapie keine Wachstumseinbußen hinnehmen müssen.

Ebenfalls fällt auf, dass latente Erkrankungen, also bereits im Körper vorhandene Krankheiten, ausbrechen und sich dann gut behandeln lassen. Es hat sich gezeigt, dass Psychopharmaka es einem erschweren, die Wirkung von Methylphenidat wahrzunehmen. Wenn andere Medikamente eingenommen werden, z. B. Anti-
depressiva, empfehle ich mit dem Beginn einer Methylphenidat-Therapie, besser davor, zu entgiften. So hat man die Möglichkeit, die Wirkung von Methylphenidat unbeeinträchtigt für sich zu nutzen und kann die Ursachen seiner vorherigen psychischen Störungen erkennen und bearbeiten. Erfahrungsgemäß legen sich diese in einer gewissenhaft durchgeführten Methylphenidat-Therapie, so dass die vorher eingenommen Psychopharmaka nicht mehr notwendig sind. Pfeil Mehr