


Auch wenn erwachsene SRS-ADS-Betroffene eine Nische in der Gesellschaft finden, in der ihre Störung abgepuffert wird, führen sie ein Leben in ständigem Stress und Alarmbereitschaft. Sie spüren genau, dass sie ihre vielfältigen Begabungen und ihre Ressourcen nie ausschöpfen können. Wenn sie ihre Fähigkeiten erkennen und umsetzen wollen, merken sie schnell, dass sie an für sie unerklärliche Grenzen bei der Durchführung stoßen. Das führt sie oft zu dem Verdacht, dass irgendetwas mit ihnen nicht stimmt.
Wenn Erwachsene sich für eine Methylphenidat-Therapie entscheiden, tritt oft ein typisches Problem in Erscheinung. Sie zeigen zwar Krankheitseinsicht, wollen sich dabei aber nicht eingestehen, dass Selbstregulationsstörungen sich nicht als eine abgrenzbare Störung in nur einem Lebensbereich auswirken, sondern alle Lebensbereiche prägen. SRS zeigt sich über das persönliche Verhalten hinaus auch im sozialen Leben oder in besonderen Lebensumständen, die man sich geschaffen hat. Daher beschränken sich Erwachsene oft selbst in ihrer Therapie, indem sie die ADHS-Symptomatik nur für bestimmte Lebensbereiche erkennen, akzeptieren und bearbeiten wollen. Erfahrungsgemäß gehen aber therapeutische Erfolge, die nicht die gesamte Lebensweise umfassen, schnell verloren und das alte Leiden stellt sich wieder ein.
Hier hilft Coaching, ein ganzheitliches Verständnis für die Auswirkungen von Selbstregulationsstörungen zu erlangen und darauf aufbauend eigene Fortschritte in der Lebensbewältigung zu stabilisieren.
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