Methylphenidat-Therapie bei Jugendlichen

Glatter runder Stein auf Spiegeloberfläche

Eine Methylphenidat-Therapie bei Jugendlichen ist schwieriger als bei Kindern. Jugendliche lassen sich von den in ihrer Szene vorherrschenden "Coolness-Idealen" beeinflussen und reagieren oft abweisend gegenüber einer Methylphenidat-Therapie.
Wenn sie sich aber doch zu einer Therapie entschließen, merken sie schnell, wie sie es geschickt für sich ausnutzen können, dass ihre Eltern in ihrem gewohnheits-
mäßigen Umgang mit ihnen stecken bleiben. Diese Jugendlichen sind dann erstaunlich clever darin, für ihre Eltern etwas zu inszenieren, von dem sie sich Vor-
teile versprechen. Wenn dann noch hinzukommt, dass sie bei ihren Eltern selbst unter Umständen ADS-Symptome erkennen können, droht diese Situation nicht selten zu eskalieren.
Wenn sich die Situation so zugespitzt hat, können oft nur Gespräche zusammen mit Fachleuten Erleichterung schaffen.

Die Grundlage für eine erfolgreiche Methylphenidat-Therapie ist ein Elternhaus, in dem sich die Eltern selbst kritisch hinterfragen und verändern können und damit die Veränderungen ihrer Kinder tragen und unterstützen. So wird verhindert, dass eine anfangs vielversprechende Therapie im Chaos endet. Pfeil Mehr