


Eine Diagnose ist im Grunde der Beginn der Behandlung und schafft groβe Erleichterung, wenn sich daraus eine erfolgversprechende Therapie ableiten lässt.
Die neurologischen Aspekte einer SRS-ADS lassen sich theoretisch relativ sicher über eine funktionelle Kernspintomographie feststellen, in welcher chemische Prozesse bei der Informationsverarbeitung im Gehirn sichtbar gemacht werden. Hierbei wird der Glucose- und Sauerstoffgehalt des Blutes in verschiedenen Gehirnarealen gemessen. Der Groβhirnrinde als "Sitz des Bewusstseins" wird dabei die gröβte Bedeutung beigemessen. Über statistische Verfahren werden dann Rückschlüsse auf die Anwesenheit von diversen Neurotransmittern geschlossen. Aber dieses Vorgehen ist sehr teuer und findet in der Praxis zur ADS-Diagnostik daher keine Anwendung.
Diagnostiker glauben, dass ein ADS nur mit Hilfe von psychologischen Test-
verfahren und einem Expertengespräch festzustellen ist. Vor allem bei Kindern werden auch die Schilderungen von Eltern und Lehrern unentbehrlich erachtet.
Das Störungsbild eines ADS ist jedoch so vielfältig, dass es keinen spezifischen Test dafür gibt. Eine Diagnose kann sich daher nicht auf etwas Konkretes stützen. Die Betroffenen spüren, ob sie mit sich zufrieden sind oder ob sie etwas daran hindert, ihren Interessen und Neigungen nachzugehen. Dieses Spüren ist oft nur ein diffuses Gefühl, dass die Betroffenen nicht klar benennen und einordnen können. In welche Richtung getestet werden könnte, um diesem Gefühl Rechnung zu tragen, ist noch nicht bekannt.
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